In den zwei Wörtern „nomadisch“ und „Unterschlupf“ spiegeln sich die Grundbedürfnisse der traditionellen nordischen Völker wieder. Die Intention war ein Prototyp-Häuschen zu erstellen, das als Schlafplatz, Feuerstelle und Treffpunkt fungiert. Durch ein Stecksystem wird aus mehreren bewohnbaren Holzboxen ein modulares Häuschen.

stacking gif

Die Größe der Holzboxen wurde für komfortables Schlafen und Sitzen optimiert und konstruiert. Wie in landestypischen Lávvu-Zelten wird das Feuer zum wärmenden Kern des Häuschens und schafft die Gelegenheit für natürliche Begegnungen und Gespräche über mehrere Ebenen des Häuschens. Es ist temporär, leicht zu transportieren und zu erweitern. Wenn auch das Häuschen selbst nomadisch verwendet werden kann, richtet es sich nicht ausschließlich an Nomaden und sollte daher für die Massenproduktion geeignet sein.

nomadic shelter photo from a distance

Das Bausystem wurde optimiert indem nur zwei modulare Boxengrößen verwendet werden: 2,40 x 1,20 x 1,80 m und 3,20 x 1,20 x 0,80 m. 13 Boxen werden allein durch Manpower auf eine Höhe von 4,80 m gestapelt und dann mit Schrauben und Gurten gesichert, sodass bis zu 12 Personen sicher untergebracht werden können.

nomadic shelter photo by the fire

nomadic shelter section 2


Veröffentlicht auf Archdaily

Projektinformationen

Name: Nomadic shelter
Datum: Juni 2014
Ort: Sandhornøya, Norwegen

Typ: SALT Siida Design- & Bauwerkstatt
Größe: 12m2, Platz für bis zu 12 Persone
Materialien: Holz, Plastikplane

Team: Piotr Paczkowski, Josep Garriga, Benny Kwok, Mihai Mardare, Simon Bengtsson
Tutoren: Sami Rintala, Joar Nango, Roger Mullin, Alberto Altés, Håvard Arnhoff
Bilder: Piotr Paczkowski